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Saphira

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Dienstag, 1. Juni 2010, 21:53

Trapelus savignii



Weitere Infos (trapelus.de)

Allgemeines

Trapelus savignii werden hauptsächlich unter dem Namen Wüsten- / Steppenagame angeboten, doch darunter sind auch viele andere Echsenarten zu verstehen. Grundsätzlich sind nicht nur die Trivialnamen ein großes Problem, auch die wissenschaftlichen Namen sind zum Teil bunt gemischt. So werden beim Verkauf der Tiere teilweise sogar andere Arten wie Pseudotrapelus sinaitus mit angegeben. Beim Kauf von Trapelus ist daher Vorsicht geboten, insbesondere wenn es sich um Wildfänge in Zoofachgeschäften oder auf Börsen handelt.

Im Handel angeboten werden hauptsächlich die Arten Trapelus savignii, und Trapelus pallidus, wobei diese Tiere natürlich nicht immer zutreffend bestimmt sind.

Verbreitung

Trapelus savignii sind hauptsächlich in Ägypten und Israel verbreitet, während andere Trapelusarten in ganz Nordafrika und einem Teil von Südwestasien vorkommen. Sie bewohnen dort je nach Art hauptsächlich halbwüsten, wüstenähnliche Landschaften und Steppen.

Beschreibung

Trapelus haben eine helle Sandfarbe, teilweise gräulich mit dunkleren Querstreifen. Die Männchen färben ihre Kehlen und Flanken bei Erregung blau, die Weibchen können einen blau-gräulichen Kehlfleck bekommen, bei Trächtigkeit färben sie die Querstreifen auf ihrem Rücken rot, der Schwanz bekommt eine gelbliche Farbe.

Die Tiere erreichen eine Gesamtlänge von etwa 20 cm, wobei die Hälfte davon auf den Schwanz entfällt. Trapelus sind interessant zu beobachten, die Haltung ist nicht allzu kompliziert, vorausgesetzt es wurde sich im Voraus ausreichend informiert. Bei Wildfängen (z.B. von Börsen, Zoofachhandlungen, usw.) kann es allerdings schnell zu Problemen wie Erkrankungen (Parasiten, Milben, …), Legenot, Futterverweigerung, oder Ähnlichem kommen.



Terrarium

Trapelus sind sehr aktive Tiere und die Mindestanforderungen für diese Tierart recht knapp bemessen. Grundsätzlich empfiehlt es sich, als absolutes Mindestmaß für ein 1-3 Tiere 100 x 60 x 60 cm (L x B x H) festzulegen. Besser sind Terrarien ab 120 x 60 x 60 cm. Eine gut strukturierte Felsrückwand sollte auf keinen Fall fehlen.

Das Terrarium wird als Wüsten- bzw. Steppenterrarium ausgestattet, eine Felsrückwand mit vielen Vorsprüngen sollte gestaltet werden, um den Tieren mehr Lauffläche zu bieten. Diverse Äste, Wurzeln, Steine, Sträucher und Pflanzen (z.B. Tillandsien, div. Sukkulenten) dienen als Kletter- und Versteckmöglichkeiten. Der Untergrund sollte aus einem grabfähigen Substrat, am besten einem Sand-Lehm-Gemisch bestehen und eine Höhe von mind. 10 cm aufweisen. Von der Bepflanzung mit Kakteen oder giftigen Pflanzen ist abzusehen.

Trapelus sind heliophile Tiere und haben hohe Beleuchtungsansprüche. Als Lichtquelle sollte eine gute Mischung aus HQI / HCI und T5-Röhren installiert werden. Zur UV-Versorgung dienen die Osram Ultra Vitalux (Mindestabstand beachten!) oder die Bright Sun UV desert. Je nach noch erforderlicher Temperatur kann diese Beleuchtung durch einfache Baumarktspots ergänzt werden.

Temperatur

Ein Temperaturgefälle von 25 – 40 °C sollte vorhanden sein, auf den Sonnenplätzen können gut und gerne um die 55 °C entstehen. In der Nacht sollten die Temperaturen auf 15 °C – 20 °C sinken.

Ernährung

Lebendfutter: Alle Arten von Schaben, Heuschrecken, Grillen, Heimchen, Ofenfischchen, Bohnenkäfer, Wachsmotten, …
Grundsätzlich sollte auf eine abwechslungsreiche Fütterung geachtet werden.

Grünfutter: Viele Arten von Wiesenkräutern, z.B. Löwenzahn, Gänseblümchen,Breitwegerich, Goldnessel, Himbeerblätter, Karotten / -kraut, Klee, Kresse, Luzerne, Romanasalat, Spitzwegerich, Vogelmiere, Petersilie, .
Das Verfüttern von Obst sollte vermieden werden.


Es ist zusätzlich auf eine ausreichende Supplementierung (z.B. Herpetal oder Korvimin) zu achten. Außerdem sollte zerbröselte Sepieschale zur freien Verfügung stehen (s. Bild).
Die Tiere müssen weder getränkt, noch gebadet werden! Es ist trotzdem empfehlenswert, eine Schale mit frischem Wasser zur freien Verfügung zu stellen und das Terrarium regelmäßig zu überbrausen.



Vergesellschaftung

Trapelus sind Einzelgänger, eine Paar- oder Gruppenhaltung (1.x) kann funktionieren, muss aber nicht. Deshalb sollten im Falle des Scheitens ausreichende Ausweichbecken zur Verfügung stehen. Es ist zudem verstärkt auf eine Unterdrückung zu achten.

Einer Vergesellschaftung mit anderen Agamenarten ist abzuraten, da sich Trapelus bereits untereinander teilweise recht territorial verhalten. Es wäre möglich, in ausreichend großen Terrarien einen Versuch zu wagen, ich würde jedoch davon abraten und empfehlen, jede Art einzeln in ihrem Terrarium pflegen.



Zucht

Das Weibchen färbt (unter anderem) bei der Trächtigkeit die Querstreifen auf dem Rücken rot, der Schwanz bekommt einen leichten Gelbstich. Die Eier zeichnen sich gegen Ende der Trächtigkeit sehr gut ab, das Tier wirkt oft, als sei es dem Platzen nahe. Ein Gelege besteht häufig aus 7 – 12 Eiern, für die Ablage sind im Terrarium geeignete Stellen feucht zu halten und mit ausreichend Substrat zu versehen. Die Inkubationstemperatur sollte etwa 29 ° C betragen. Nach etwa 60 Tagen sollten dann die Jungtiere schlüpfen.

Sonstiges

Die Problematik der Haltung von Trapelus liegt darin, dass fast nur Wildfänge erhältlich sind und diese oftmals eine Vielzahl an Parasiten aufweisen. Außerdem können die Arten teilweise kaum unterschieden werden und sind falsch ausgeschildert. Es kann also ebenso schnell vorkommen, dass man ohne es zu wissen zwei unterschiedliche Arten im Terrarium hält.

Literatur

Literatur speziell zu Trapelus ist kaum zu bekommen, die einzigen Informationsquellen sind einige Berichte über Trapelus (z.B. in der elaphe 2007/4 ein Bericht über Trapelus savignii).

Weitere Informationen auf www.trapelus.de

Gez. Müller Patricia

Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von »Saphira« (1. Juni 2010, 21:53)


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