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TeR-EX

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1

Samstag, 27. Dezember 2008, 22:58

Regelung für Giftschlangenhaltung

Hallo zusammen,

da wir im Chat auf ein echt interessantes Thema gekommen sind zur Giftschlangenhaltung, würde ich doch gern mal eure Meinung dazu hören.

Wie würdet ihr die Giftschlangenhaltung regeln wollen ??

Vorallem, wie ist derzeit die Regelung in euren Bundesländern??


Bitte bleibt sachlich.Danke

Rene08

Schüler

Wohnort: Baden Würtemberg

Beruf: Elektrotechniker Fachrichtung Nachrichtentechnik

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2

Sonntag, 28. Dezember 2008, 16:48

Tolles Thema - da will ich auch mal...

Ich habe ja bis gerade eben noch in Bayern gewohnt. Dort war es sehr willkührlich geregelt. Grundsätzlich war die Haltung überall verboten, doch jedes zuständige Amt konnt für sich Ausnahmegenehmigungen erteilen. Auf welchen Auflagen sie dies tun ist eigentlich deren Sache - meist doch mit harten Auflagen verbunden.

Nun, in Baden Würtemberg, sieht die Sache ganz anders aus. Theoretisch darf jeder volljährige Gifttiere halten der das möchte - man muss sie nur beim zuständigen Polizeipräsidium melden. WA-Tiere natürlich auch bei der Behörde. In BW wird noch sehr auf die Eigenverantwortung der Halter gesetzt und das klappt auch extrem gut. Seit vielen Jahren gab es keine nennenswerten Vorfälle!!!
Man sieht also, dass es auch so gehen kann.

Und so würde ich es regeln:
Zuerst würde ich dafür sorgen, dass die Beamten, die die Auflagen durchzusetzen haben gut geschult werden und somit wissen was sie da tun. Eben auch die Hintergründe etc. und nicht nur, dass es hier um Gifttiere geht. Ich halte das für einen sehr wichtigen Punkt.
Dann würde ich jenen möglichen Gifttierhalter einer Prüfung unterziehen, die von Fachkräften ausgearbeitet wurde unterziehen (ähnlich dem Sachkundenachweis - nicht genau dieser).
Ich würde ein makelloses polizeiliches Führungszeugnis fordern - zumindest eines, dass zeigt dass sich die betreffende Person zum guten entwickelt hat. :-)
Der zukünftige Halter müsste Mitglied in einem Serum-Depot sein!
Ein separater Raum müsste zur Verfügung stehen - dabei würde ich aber gewisse Ausnahmen erlauben.
Ich würde jede Tieranschaffung separat genehmigen lassen umd zu verhindern, dass die Tiere übergangsweise in unsichere Behälter kommen und um den Tieren eine artgerechte Unterbringung zu garantieren. Das würde ich bei bewährten Haltern natürlich sehr unbürokratisch handhaben. Lediglich die ersten Anschaffungen würde ich dabei genauer betrachten.
Eine halbjährliche oder jährliche Überprüfung der Anlage würde ich ebenfalls einführen.
Was ich ebenfalls durchsetzen würde ist ein Mindestabstand der als Gang zwischen den Becken eingehalten werden muss. Hat man nur auf einer Seite Becken stehen, gilt diesr Abstand als Freizone, die eben nicht dauerhaft vollgestellt sein darf.

So, mehr fällt mir gerade nicht ein - Meinungen zu meinen "Vorschlägen" würden mich interessieren.

Gruß,
René
Honoring those who improve the species...by accidentally removing themselves from it! (Darwin-Awards)



3

Sonntag, 28. Dezember 2008, 21:24

Hallo,

da ich aus Hessen komme würde ich jetzt mal behaupten das wir eines der härtesten Gesetze in diesem Bereich haben, nämlich ein komplettes Haltungsverbot von gefährlichen Tieren. Zwar hatte man bis zum 30.04.08 zeit seinen Bestand zu melden um damit Bestandsschutz zu erhalten, man darf aber nicht mehr nachzüchten und auch keine weiteren Tiere mehr in seinen Bestand aufnehmen. Leider sind Ausnahmegenehmigungen nur sehr schwer zu bekommen und auch nur wenn ein wissenschaftlicher Hintergrund vorhanden ist.
Was ich aber noch am allerschlimmsten finde ist das jeder eigentlich seine Tiere immer noch so halten kann wie er will. Es gibt für den Bestandsschutz keine weiteren Auflagen.

Bei einer Regelung bin ich ziemlich der selben Meinung wie Rene.
Eine Regelung wie in der Schweiz finde ich auch nicht schlecht.

Eine Bewilligung muss man dort beim zuständigem Veterinäramt anfordern. Das Veterinäramt hat auch noch die Möglichkeit ein paar Auflagen zu fordern.
z.B.:
- Erfahrung von min. 3 Jahren mit ungiftigen Schlangen
- Terrarien abschliessbar mit Schloss
- separater Raum für Giftschlangen
- Mitgliedschaft in einem Serumdepot
- Notfallkonzept erstellen
- Haftpflichtversicherung abgeschlossen (obligatorisch)


In der Regel werden die Terrarien eingerichtet vor dem Kauf der Tiere kontrolliert.
Bewilligt werden jedoch bei Einsteiger nicht alle Giftschlangen was auch Sinn macht. Meist braucht man ein paar Jahre Erfahrung mit Klapperschlangen und/oder Vipern bevor man Giftnattern wie Kobras und Mambas bekommt.

Allerdings würde ich eine bundesweit einheitliche Regelung bevorzugen.
Diskutiere nie mit Idioten, denn sie ziehen dich auf ihr Niveau und schlagen dich dort mit Erfahrung.

Rene08

Schüler

Wohnort: Baden Würtemberg

Beruf: Elektrotechniker Fachrichtung Nachrichtentechnik

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4

Sonntag, 28. Dezember 2008, 21:33

Jürgen, ich bin da deiner Ansicht...

Denke, nur eine bundeseinheitliche Regelung macht auf Dauer sinn.
Honoring those who improve the species...by accidentally removing themselves from it! (Darwin-Awards)



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