Du bist nicht angemeldet.

1

Dienstag, 30. Dezember 2008, 13:48

Gibt es eine Anfängergiftschlange?

Gibt es die Anfängergiftschlange?

Ich sage nein.

Es gibt zwar einige Arten, wie divrse Groß-Bitisarten, Ophiophagus hannah (Königskobra), Oxyuranus-Arten (Taipane) und eventuell noch Dendroaspis (Mambas), die nicht gerade zu empfehlen sind. Da man doch aufgrund von Größe, Gewicht und Schnelligkeit überfordert ist.
Aber bei allen anderen Arten ist es durchaus möglich.

Grundvorraussetzung ist auf jeden Fall jede Menge Informationen zu sammeln und sich mit anderen Haltern auszutauschen.
Umgang mit dem Schlangenhaken, sowie fixieren und händling sollte man schon mal gemacht haben. Obwohl das bei dann bei ner Giftschlange ne ganz andere Sache ist, da kommen dann die psychologischen Aspekte noch dazu.

Auf keinen Fall sollte man sich sein erstes Tier nicht nach der Giftigkeit und auch nicht unbedingt nach dem Händling aussuchen.
Sondern an erster Stelle steht, gefällt mir das Tier!
Es bringt nichts wenn ich einen Kupferkopf habe ihn super händeln kann und ich jedesmal vor dem Terrarium stehe und sage na du blöder Kupferkopf, du bist ja so hässlich.

Wenn mir ein Tier gefällt, lerne ich auch das Händling damit und das recht schnell.
Mir wurde damals abgeraten mit C. albolabris anzufangen. Die bekommst du niemals aus dem Terrarium, wurde mir gesagt, du brauchst 2 Haken usw.
Ich hab sie mir trotzdem geholt und das Händling hat von Anfang an sehr gut geklappt. Und warum?
Weil mir das Tier gefallen hat, ich interesse daran hatte und es mir Spass machte sie zu beobachten. Wenn das nicht der Fall ist, geht man halbherzig an die Sache und das ist gefährlich.
Die nächsten Giftschlangen die ich mir damals angeschaft habe waren C. purpureomaculatus, das war 6 Monate später. Diese Schlangen haben von allen asiatischen Giftschlangen das größte Aggresionspotenzial. Bis heute gab es keine eine heikle Situation.

Genauso halte ich nichts davon vor der Giftschlangenhaltung mit irgendwelchen "Vorbereitungsschlangen" zu arbeiten. Die gibt es nämlich nicht.
Warum soll ich mir irgendeine baumbewohnende Natter zulegen an der ich eigentlich kein Interesse habe, nur um zu sehen wie schnell sie vielleicht ist.
Man kann ungiftge Schlangen nicht mit Giftschlangen vergleichen, das ist nun mal so.

So das wars erst mal von mir.
Wäre schön wenn sich auch hier mal der eine oder andere nicht Giftschlangenhalter zu Wort melden würde.
Diskutiere nie mit Idioten, denn sie ziehen dich auf ihr Niveau und schlagen dich dort mit Erfahrung.

Fl4m3R

Schüler

Wohnort: schwabenländle

  • Private Nachricht senden

2

Dienstag, 30. Dezember 2008, 16:17

RE: Gibt es eine Anfängergiftschlange?

Wahre Worte.

Nur in einem Punkt bin ich dir nicht einig.

Ich denke serwohl das jemand der in die Giftschlangehaltung, besonders in die schnellerer und Aggresiverer Arten einstiegen wiell wie Najas oder Ä sollte sich dementsprechend vorbereiten mit einer unruhigen, evt bissigen natter.
Mit dieser sollte er üben Tiere die unruhig sind auf dem Haken zu behalten.
Schaft er das nicht oder kriegt er so viel "Muffensausen" das er sie niemals aus dem Terrarium nimmt,zwecks Kontrolle,umzug,Fütterung etc.
sind Giftschlangen rein garnichts für ihn.



Ich finde es extrem wichtig sich auf die Haltung von diesen Tieren vorzubereiten.Immerhin haben manche sehr sehr starke Toxine die im Ernstfall tödlich enden.Man hohlt sich als erstes Auto auch kein Auto mit 600PS,sondern fängt mit 150 o.Ä. an.

Vipera

Anfänger

Wohnort: Reutlingen

Beruf: Fachkraft für Arbeitssicherheit

  • Private Nachricht senden

3

Dienstag, 20. Januar 2009, 19:53

Anfängerschlangen

Es gibt meinens erachtens keine Anfängerschlangen weder im Toxic noch im notoxic Bereich.

( bei falscher Haltung geht selbst eine Kakerlake ein)

Es gibt aber die Richtige oder die falsche Haltung.
Also VOR dem Kauf genaue Infos über die Art einholen.
Dann danach das Terrarium einrichten.
Dann ERST das Tier kaufen!!

Dennoch würde ich zum Anfang nicht gerade eine hochgiftige Art
empfehlen.


Bei Giftschlangen :

Geschlossener Raum (kein Wohnbereich)
Terrarienschlösser
Es wird niemals solange Tiere im Terarium sind darin hantiert !!
Beim Umgang mit Gifttieren immer Schutzausrüsung benutzen
(Handschuhe,Schlangenhagen)

Bemerkung : Gefähliche Tiere müssen in manchen,Städten beim Landratsamt Gemeldet werden (Polizeiverordnung)

Bei der Haltung in eine Mietwohnung muß der Vermieter informiert sein!!!

Admin Reptil.de
Jage nichts was du nicht töten kannst!!!!

4

Dienstag, 20. Januar 2009, 21:01

Zitat

Es gibt aber die Richtige oder die falsche Haltung. Also VOR dem Kauf genaue Infos über die Art einholen. Dann danach das Terrarium einrichten. Dann ERST das Tier kaufen!!


Das setze ich, gerade im Giftschlangenbereich vorraus.

Zitat

Es wird niemals solange Tiere im Terarium sind darin hantiert !!


Das kann man nicht verallgmeinern. Wasserschalen wechsele ich auch wenn die Tiere drin sind, mit einem Greifer. Genauso Kotreste und abgefallene Blätter von Pflanzen. Ich schneide auch teilweise Pflanzen zurück ohne das die Tiere rauskommen, allerdings nur bei einigen Arten. Dazu habe ich einen Pflanzenschere für Aquarien umgebaut und verlängert.

Zitat

Beim Umgang mit Gifttieren immer Schutzausrüsung benutzen (Handschuhe,Schlangenhagen)


Schlangenhaken ist keine Schutzausrüstung, sondern ein Hilfsmittel.
Bei manchen Sachen muss man aber auch darauf verzichten.

Handschuhe sind in meinen Augen eine trügerische Sicherheit.
Es gibt wohl welche aus den USA die einem Biss einer C.atrox standhalten sollen, ausprobieren möchte ich es aber nicht.
Alle anderen Handschuhe (Leder-Arbeitshandschuhe, Schweißerhandschuhe, usw.) werden von den meisten Giftschlangenarten ohne Probleme durchbissen.
Auch könne sie das "Gefühl" sehr stark einschränken.
Ich habe einmal mit Handschuhen gearbeitet, es war daserste und letzte mal.
Diskutiere nie mit Idioten, denn sie ziehen dich auf ihr Niveau und schlagen dich dort mit Erfahrung.

Rene08

Schüler

Wohnort: Baden Würtemberg

Beruf: Elektrotechniker Fachrichtung Nachrichtentechnik

  • Private Nachricht senden

5

Freitag, 23. Januar 2009, 20:28

HI!

Bin nur kurz online, hierzu möchte ich aber auch etwas beitragen...

Handschuhe halte ich für extrem leichtsinnig in der Benutzung. Erstens gibt es keine sicheren Handschuhe, die "Gefühlsecht" genug sind - zweitens verleiten Handschuhe zu unüberlegten Handlungen.
Es gibt von MIDWEST Handschuhe, die sich gut bewährt haben - aber ich kenne keinen Besitzer solcher Handschuhe, der diese bei der täglichen Arbeit an den Becken benutzt.

Alltägliche Arbeiten verrichte ich auch, ohne dass die Tiere extra aus den Becken genommen werden. Die meisten Arten tollerieren das Hantieren ohne große Komplikationen. Bei größeren Arbeiten werden die Tiere natürlich vorher gesichert (Schlupfbox).

Der beste Schutz ist Fachwissen und die ehrliche Selbsteinschätzung seiner Fähigkeiten.

Für mich hat auch die Giftigkeit einer Schlange nichts damit zutun, ob ich sie einem Anfänger empfehlen würde oder nicht. Viel mehr halte ich das Verhalten der Tiere für ausschlaggebend.
Lieber eine hochgiftige Schlange, die sich gut handhaben lässt und ein ruhiges Wesen hat als eine mindergiftige, hoch aggressive Schlange.

Gruß,
René
Honoring those who improve the species...by accidentally removing themselves from it! (Darwin-Awards)



Thema bewerten